24.12.2009
Freundliches Siem Reap und Angkor, Kambodscha
Von Macau aus haben wir Air Asia, den asiatischen Billigflieger Nr. 1, nach Bangkok genommen und sind von da aus mit Bangkok Air nach Siem Reap geflogen. Bangkok Air hat uns ganz problemlos und kostenlos (wie auch schon Thai Air zuvor) einen Flug früher mitgenommen. Allerdings lässt sich Bangkok Air jedes Gramm Übergepäck (und davon haben wir mittlerweile etwas angehäufelt) bezahlen. Das Propellerflugzeug, dass uns nach Kambodscha brachte, war klein und bunt bemalt und sah verdammt nach Urlaub aus. Zwar guckt man ja normalerweise aus dem Fenster auf den Flügel und nicht unter die Flügel aber egal.
Das Kambodschanische Visum haben wir bei Einreise für 20 USD ausgestellt bekommen. Das ganze ging ruckzuck (Wartezeit ca. 1-2 min) und die Beamten waren total freundlich (Wer sein Foto vergißt, bekommt es für 1 USD eingesacannet). Neben der Visa Application Form muss man noch 3 weitere Formulare (Zoll, Gesundheit, Ein-/Ausreise) ausfüllen. Vorteil: danach vergißt man nie wieder seine Reisepassnummer.
Der Airport ist klein und übersichtlich. Am Ausgang gab es nicht die Großauswahl an Taxen, aber man konnte einen privaten Minibus nehmen (Bezahlung erfolgt am Schalter, 7 USD bis in die nahe Innenstadt war für uns in Ordnung, grade weil auch der Fahrer nett war und ein Fan von Werder Bremen. Natürlich wollte er seine Fahrdienste dann auch gleich für 25 USD pro Tag anbieten. Das war uns dann aber zu teuer.
Die Kambodschanischen Riel, die wir am Flughafen getauscht haben, hätten wir uns sparen können, denn die eigentliche, gelebte Währung ist der USD – zumindest in Siem Reap. Alles (!) wird in USD ausgewiesen: Restaurantpreise, Supermarktpreise, Touren, usw. Die Geldautomaten geben die USD Noten auch aus. Bezahlt man in Riel (was natürlich auch geht) wird das Wechselgeld zunächst in USD umgerechnet und dann in Riel zurückgerechnet. Verrückt. Wenn man in thailändischen Baht bezahlen möchte, weil z.B. die letzten USD für die Ausreisegebühr (25 USD) drauf gingen, und Wechselgeld in USD zurück kommt, sind nach langem hin und her am Ende wirklich alle verwirrt.
Unser Hotel in der Innenstadt (Somadevi Angkor Hotel & Spa; www.somadeviangkor.com) war ein echter Jackpot. Die Hotels, an denen wir vorbei fuhren, sahen alle hübsch und gepflegt aus – ohne Ausnahme. Unser hatte aber den Vorteil, dass wir nur 5 min zu Fuß zum Night Market/ Essmeile benötigten. Dennoch war die Anlage sehr idyllisch und ruhig. Die Angestellten waren super freundlich, aber das waren sie alle in Siem Reap. Nur ihre roten Zipfelmützen und der asiatische junge Mann im Weihnachtsmannkostüm haben etwas befremdlich gewirkt …
Von Siem Reap aus schaut man sich natürlich Angkor an und das haben wir getan. 2 Tage lang haben wir uns bewaffnet mit: einem Angkorreisführer, Fotokamera, der Indianer Jones Filmmusik auf den Lippen und einem Tuk-Tuk Fahrer, der uns von morgens bis abends für 12 USD am Tag zu (fast) allen Tempelanlagen gefahren hat und auf uns wartete, während wir in den Tempelanlagen waren. Das war der übliche Weg, einige wenige Touristen sah man auch auf Fahrrädern oder auf Mopeds durch Ankor düsen. Auch kann man mit dem Auto oder Minibus fahren, was aber dann teurer ist. Immer wenn wir zurück kamen, hat uns unser Fahrer breit angestrahlt. Der Fahrtwind im Tuk-Tuk war sehr angenehm im heißen Siem Reap und die Straßen waren erstaunlich gut. Für 40 USD erhält man einen 3-tägigen Angkor Pass (u.a.) mit einem gescannten Foto, den man an den einzelnen Tempelanlagen vorzeigen muss.
Jeder Reisende hatte uns Angkor als das Reise-Highlight angepriesen und diese hohen Erwartungen wurden absolut erfüllt und übertroffen. Was für ein Ort. Angkor beschreiben zu können, maße ich mir nicht an. An dieser Stelle sind daher Fotos sinnvoller.
Unsere persönlichen Tempelfavoriten sind BAYON mit seiner Vielzahl an einzigartigen Steingesichtern in Mitten von Angkor Thom, Ta Prohm mit seinen von gigantischen Baumwurzeln umklammerten Tempeln (bekannt geworden durch Tomb Raider), der Östliche Mebon mit prachtvollen Elefanten in den Ecken der ersten und zweiten Terrasse und natürlich Angkor Wat, dass brühmteste Angkor Bauwerk. Jeder Stein, jeder Türsturz, jede Säule ist so reich verziehrt, dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst gucken soll. Deshalb haben wir auch jeden Stein fotografiert, damit Ihr euch die Tausende von Bildern dann anschauen dürft.
Die Stadt Siem Reap bietet alles, was der Reisende braucht. Abends haben wir in Strassenrestaurants gegessen, die gegenüber von den „festen“ Restaurants auch erst abends aufgebaut wurden, sich lückenlos die Strasse langzogen und meist nicht mehr als 4 bis 6 Tische hatten. Die Klein-Restaurantbetreiber haben überschwenglich mit den Speisekarten gewedelt und herzergreifend gelächelt, um Gäste zu ködern. Deswegen hätte man gerne 4 mal gegessen, um niemanden zu enttäuschen. Die Preise im Restaurant liegen so bei 4 bis 6 USD und in den Strassenrestaurants bekommt man ein gutes Essen in der Regel für 1 USD.
Bei Ausreise aus Kambodscha muss man eine Ausreisegebühr in Höhe von 25 USD zahlen (an einem Schalter werden auch Kreditkarten akzeptiert, ausser AMEX). Diesmal hatte unser Flugzeug auch wieder Düsen, aber bunt war es trotzdem. Zum gefühlt hundertsten Mal flogen wir Richtung Bangkok, von wo wir nach kurzem Aufenthalt nach Koh Samui weiterflogen.





