Daniel

Macau – Ein Tag reicht

Das Las Vegas Asiens hat uns etwas enttäuscht. Aber das mag daran liegen, dass Macau eher die Chinesen als Zielgruppe hat. Aber von vorne. Die Überfahrt von Hong Kong nach Macau ist ohne Probleme verlaufen, war einfach und sehr komfortabel mit dem TURBOJET Schnellboot (www.turbojet.com.hk) Tickets konnte man direkt am Fährhafen für 134,- HKD pro Person (Economy Class) kaufen. 45 min. später ging es schon los. In einer Stunde waren wir bereits in Macau. Die Einreise nach Macau war ebenfalls einfach. Ein Visum benötigt man nicht. Bei der Ankunft am Fährhafen erfolgt eine Passkontrolle, man erhält eine Einreiseerlaubnis und drin ist man.

Unser Hotel (HolidayInn) war nur ein paar Minuten mit dem Taxi vom Macau Fährhafen entfernt (Taxifahrten sind auch in Macau noch verhältnismäßig günstig). In Macau kann man neben der Landeswährung (MOP) auch mit HKD bezahlen. Nach dem Einchecken sind wir in Richtung Altstadt aufgebrochen um etwas zu essen. Hier sei gleich erwähnt, das die chinesische Küche nicht viel mit dem chinesischen Essen zu tun hat, was man so von Deutschland her kennt. Es ist auch schwer ein „normales“ Frühstück in der Alstadt zu bekommen. Man sollte also versuchen im Hotel zu frühstücken (wobei es dort in den einheimischen Ketten auch nicht viel für den europäischen Magen geben wird). Wir haben uns dann mit portugiesischen Eggtarts und Kaffee von Starbucks beholfen (kurz bevor wir verzweifelt in ein Egg Mc Muffin gebissen hätten).

Nachdem wir stundenlang durch die Altstadt gewandert sind (ohne unsere Gewaltmärsche sind wir einfach nicht glücklich), die Sehenswürdigkeiten in Form von verschieden Kirchen und Tempeln angesehen haben, war ich so mutig und bin zu einem chinesischen Friseur gegangen. (Anmerkung Anika: das war auch bitter nötig. Das Risiko der Haarverstümmelung musste eingegangen werden!) Nachdem ich der Dame mit Händen und Füßen erklärt habe, was ich gerne hätte, lehnte ich mich entspannt mit dem Gedanken zurück: „Im Notfall eine Glatze… wächst schon wieder nach.“

Am Abend (ohne Glatze) sind wir dann in das Venetian Hotel gefahren. Das Hogel liegt auf der Insel Taipa und war ca. 20 Min. mit dem Taxi von unserem Hotel entfernt. In dieser Gegend werden grade riesige Casinos im Stiel von Las Vegas aus dem Boden gestampft. Um das Hotel-Casino herum waren entsprechend viele Baustellen. Das Hotel inkl. Casino an sich ist schon sehr sehenswert. Hier wurde neben der RioAltoBrücke der Markusplatz inkl. Kanälen nachgebaut. So kann man entweder per Gondel oder zu Fuß an den zigtausend Geschäften und Restaurants vorbeiziehen (Geschäfte aller Preisklassen).

Die Preise in den Restaurants sind teurer als in der Innenstadt. Das Casino selbst ist groß und macht einen besseren Eindruck als das Wynn. Die Minimum Wetteinsätze sind jedoch etwas höher. Wir haben uns dann aber entschieden noch den Macau Tower zu besuchen, um uns die kleine Glitzerstadt im Dunkeln aus 380 m Höhe anzuschauen (Eintritt für die Aussichtsplattform: 100 MOP). Auf dem Tower kann man Bungeejumping machen oder angegurtet bis auf die Antenne klettern. Beides haben wir nicht gemacht. Nicht das wir uns das nicht getraut hätten, natürlich nicht. Es war aber schon geschlossen.

Den Abend haben wir dann im MGM Grand Macau bei ein paar Runden Roulette ausklingen lassen. Nachdem wir stundenlang einen Tisch analysiert haben und ein System bei dem Croupier zu haben glaubten, wagten wir es und setzten uns an den Tisch. Leider wurde dann nach 5 Min. der Croupier ausgetauscht. Wir blieben trotzem und hatten unseren Spaß. Das Wettsystem war schnell erkannt. Wer am wenigsten setzt, verliert am wenigsten.

Am nächsten Tag sollte es weiter nach Kambodscha gehen. Der Flughafen von Macau ist für so eine kleine Insel recht groß. Allerdings gibt es auch hier keine gescheite Möglichkeit zu frühstücken.

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