Von Koh Samui sind wir am 26.12. nach Koh Tao gefahren – wieder einmal per Boot (550 Baht pro Person). Zwei Agenturen bieten High Speed Überfahrten an mit ähnlichen Abfahrtszeiten und Fahrtdauern. Auf der Hinfahrt haben wir uns für Seatran Discovery (www.seatrandiscovery.com) entschieden.

In 1,5h ist die Überfahrt schnell vollbracht, wenn das Schiff nicht trödelt und so wie bei uns eine Stunde länger braucht. Der Pier in Koh Tao (Big Buddha Beach) ist nicht so komfortabel wie in Koh Phi Phi, der Pier Bereich ist nicht befestigt. Wer Koffer oder Reisetaschen mit Rollen dabei hat, muss diese etwas mühseelig über den staubigen Schotter schleppen. Taxen/ Chicken Taxen stehen am Pier wie gewohnt in Hülle und Fülle. Hier muss man den Festpreis gut verhandeln. Wir wurden zum Glück vom Hotel Pick Up abgeholt und durften/ mussten zu acht auf der Ladefläche mitfahren, das Gepäck zwischen uns. So haben die meisten Hotels ihre Ankünftlinge abgeholt.

Unser Strand, Sairee, hat etwas an Koh Phi Phi erinnert. Zwischen Beach und Hotelanlagen schlängelt sich eine kleine schmale Strasse entlang, an der alles gibt, was der Reisende so braucht. Allerdings mit einem großen Unterschied. Hier dürfen Mopeds fahren und das ist recht lästig. Ständig muss man zur Seite springen und ein Auge nach hinten gerichtet haben.

Es scheint, als wenn in erster Linie jüngere Leute die Insel in ihren Besitz genommen haben. Sogar die Tauchschulen haben sich angepasst und fahren nicht wie oft üblich um 7:00 raus, sondern eher nachmittags. In den meisten Bars ist Party bis tief in die Nacht hinein angesagt und man kommt nicht umher, Vergleiche mit Mallorca zu ziehen. Auch sind die Thailänder hier nicht so uneingeschränkt freundlich wie wir es bisher gewohnt waren. Ob Restaurant, Supermarkt, Hotel oder Tauschschule – alles scheint auf Massenbetrieb gepoolt zu sein.

Wir waren daher bei Ankunft etwas verstimmt und haben sogar in Betracht gezogen, unsere 2 gebuchten Nächte in Ban’s Diving Resort nicht zu verlängern. Dabei hat die Insel auf unserer Seite (weiter sind wir nicht gekommen) auch sehr schöne Seiten. Der Strand ist weiß und weich wie Puderzucker, die Sonnenuntergänge waren sehr schön, die Luft brannte rot und mit etwas Geduld findet man auch ganz nette ruhigere Lokale am Strand mit Thai Bedienungen, die einen freundlich begrüßen und bedienen.

Da das Tauchen auf Koh Tao unschlagbar günstig ist und von den Tauchschulen oft auch die Zimmer für deren Taucher günstiger zu haben sind (die meisten Hotels sind Tauch Resorts), haben wir beschlossen, uns unter die Wasserobfläche zurückzuziehen. Wir haben also um zwei weitere Nächte verlängert, für die Zeit meiner Advanced Open Water Ausbildung 1000 Baht (2 Tage) Rabatt auf unser Zimmerpreis bekommen und sind den ganzen Tag getaucht. Ban’s Diving Resort (www.amazingkohtao.com) ist eine größere Tauchschule vor Ort und der AOW ist mit 8500 Baht ein echtes Schnäppchen. Allerdings muss man sich wirklich fragen, wie viel Qualität man für das Geld noch bekommen kann. Täglich werden weit über 10 Leute durch den Open Water und Advanced Open Water geschleust. Meine Theorie war auf ein absolutes Minimum begrenzt (90min Theorie insgesamt), die Klasse hatte 16 Schüler (auf Koh Phi Phi waren wir nur zu dritt), die alle noch recht jung schienen und bei Beginn 9:30 erst mal ihr Frühstück nachholten und gegen den Kater ankämpften. Ich war froh, dass nicht einer von ihnen mein Tauch Buddy später bei den Tauchgängen war, sondern Daniel. Für uns gab es dann im Wasser 3 Dive Instructors. Mein OW Ausweis wollte auch bis zu letzt niemand sehen. Das Equipment war stark strapaziert von 7-10 Tauchgängen am Tag (immer naß, keine Chance mal zu trocknen). Bei einem Tauchgang musste ich 4 Octopusse probieren, bis wir einen gefunden haben, der nicht gefekt war. Das hat mir schon etwas Spass genommen und erhöhte Anspannung bereitet. Daniel ist meine 5 Lehrtauchgänge als Fun Diver und als mein Buddy mitgekommen. Der Nachttauchgang war für uns beide neu und das phosphorisierende Plankton im Wasser, dass bei ausgeschalteten Lampen zwischen unseren Fingern leuchtete war faszinierend. Eine Herausfoderung war das Navigieren unter Wasser mit Kompass und Karte, die wir uns zu Beginn selbst nach Anweisung gezeichnet haben. Zu zweit haben wir aber mit einer Kombi aus Können und Glück die Navigationsübung gelöst und die zwei kleinen Nemos gefunden. Alles in allem, war die Stimmung auf dem Monster Tauchboot und im Wasser aber nicht so relaxt wie auf Koh Phi Phi und zumindest bei unseren 5 Tauchgängen hatten wir nicht die Artenvielfalt unter Wasser wie zuvor auf Koh Phi Phi.

Für unsere Rückreise nach Koh Samui haben wir diesmal ein Ticket für das Lomprayah High Speed Catamaran (www.lomprayah.com) in einer Ticket Agency gekauft. Am Pier herrschte jedoch so viel Andrang, dass wir schon befürchteten unseren Voucher nicht rechtzeitig in das Ticket eintauschen zu können. 9:30 waren wir aber dann doch rechtzeitig auf dem Boot (dieser Koh Samui Pier war auch komfortabler als bei der Ankunft). Das Gepäck wurde vorne auf dem Boot verstaut (im Seatran Boot konnte man das Gepäck mit in den Passagierbereich nehmen) und die Passagiere konnte im großen inneren Bereich sitzen und Transformers gucken, wir saßen oben auf dem Deck in der Sonne. Das war auch ganz gut so, denn das Catamaran hat viel mehr geschaukelt als das Speedboot bei der Hinfahrt. Beide Boote kamen verspätet an (30-60min). Die beiden Anbieter nehmen sich demnach nicht viel. Wärhend Seatrans sehr Flaghafennah anlegt auf Koh Samui, war das Pier diesmal ein ganz schönes Stück vom Flughafen entfernt (Maenam Beach). Wer eine Weiterreise plant, sollte das miteinkalkulieren. Ebenso, dass der Shuttel Bus, der zum Airport fährt, auch mal für einen Tankstopp anhalten könnte.

Der Flughafen auf Koh Samui ist sehr schön. Es gibt lauter offene, ruhige Wartehallen mit Ratan-Sofas und Sesseln. Man kann sich kostenlose Getränke und Snacks nehmen und auch WIFI nutzen. Nur die kleinen, buntes Bangkok Airways Flugzeug, die ab und zu starten, erinnern an einen Flughafen.

Anika

Happy New Year

In 5 Stunden verabschiedet sich das Jahr 2009, dass vor allem in den letzten beiden Monaten sehr spannend war fuer uns. Da wir morgen schon um 7.00 zum Tauchen aufbrechen werden, ist fuer uns nach dem Countdown Schluss. Wir haben uns gerade noch 2 Gluecksballons gekauft, die wir spaeter am Strand steigen lassen werden.

Wir hoffen, ihr habt einen wundervollen Abend und rutscht gut ins Jahr 2010.

(ein fruehes) Happy New Year aus Thailand,

Daniel & Anika

Daniel

Koh Samui

Koh Samui ist schön. Allerdings gilt der ehemalige Geheimtip schon lange nicht mehr als Geheimtip. Somit kann man Chaweng Beach im Osten der Insel zu recht als Mallorca von Thailand bezeichnen.

Vom Flughafen zum Resort kommt man mit dem kleinen Gruppenbus für 150 Baht pro Person (kann man direkt am Ausgang buchen), die nach Chaweng und Lamai fahren.

Wir haben unser Resort in der Nähe von Lamai Beach bezogen. Das Renaissance Koh Samui Resort & Spa ist wirklich eine sehr schöne und traumhafte Anlage, allerdings etwas abseits gelegen. Nach Erkundung unserer Umgebung haben wir aber bald die wichtigsten „Reise-Fazilitäten“ im Umkreis eines 5min Fußmarsches entdeckt: eine Laundry, ein Restaurant, ein Supermarkt und sogar ein Reisebüro. Mehr Auswahl gibt es in Lamai Beach. Den Nur einmal sind wir die 40 min zu Fuß gegangen (kein schöner Weg an der stark befahrenden Landstrasse entlang), ansonsten haben wir nach kurzer Wartezeit auch immer ein Chicken Taxi bekommen.

Den ersten Tag haben wir mit einem ausgiebigen Frühstück auf der Terasse begonnen und sind dann auf nach Lamai Beach gemacht, um die nächsten Tage zu organisieren (z.B. Anikas Geburtstags-Spa-Besuch). Zwischendurch hat es kurz mal geregnet (das erste Mal seit Wochen, dass wir Regen gesehen haben), aber die meiste Zeit über hatten wir grandiosen Sonnenschein.

Am zweiten Tag auf Koh Samui haben wir Anikas Geburtstag wieder mit einem guten Frühstück begonnen und wurden von einem Fahrer ins SPA abgeholt. Das Spa (www.mataharispa.com) liegt in Chaweng Beach Mitten im Trubel. Aber man merkt nichts davon. Ein echter Tipp, wenn man sich dem dort sonst herrschenden Mallorca-Feeling entziehen möchte. Anika hat ein 3 Stunden Paket bekommen und war danach wirklich entspannt. Das Personal dort war sehr freundlich und professionell. So hat Anika nach ihrer Kur dann auch noch eine Buttercream-Geburtstags-Torte (bei 32 Grad wäre eine Eisbombe wohl besser gewesen) bekommen. Am Chaweng Beach haben wir abends noch einen Geburtstagscocktail getrunken und den Tag dann in unserem privaten Jacuzzi auf dem Balkon ausklingen lassen.

Den Heiligen Abend haben wir dann im Angthong National Marine Park verbracht. Die Fahrt im Speedboot war mit ca. 20 Gästen recht unkompliziert über eine Travel Agency gebucht. Die Meute an Board war jedoch etwas anstrengend. Alternativ kann man die Tour auch mit einem größeren aber langsamen Boot machen. Das optionale Kajakfahren haben wir ausgelassen, weil wir davon schon in der Halong Bay genug hatten (und es vorzogen bei 35°C lieber Siesta im Schatten abzuhalten). Der Park ist echt ein naturelles Highlight (mit einem sehr schönen Emeral Lake (Talay Nai) und Halong ähnlichen Limestones im Wasser) und ein MUSS, wenn man auf Koh Samui strandet.

Am letzten Tag haben wir noch einmal unser Resort richtig ausgekostet und faul am Privatstrand gelegen, waren im Meer und Pool schwimmen. Der Tag war wie echter Urlaub mit rein gar nichts tun. Das Resort ist sehr empfehlenswert. Neben dem privaten Strand ist der Beach-Pool sehr schön. Es gibt 3 Restaurants und dann neben dem Fitnessbereich noch einen zweiten 50 Meter langen Pool mit Wasserfall in dem wir jeden Morgen ein paar Bahnen vor dem Frühstück geschwommen sind. Nach dem Faulenzen freuten wir uns dann auf die nächste Station, um wieder aktiver sein zu können.

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