Wir haben die Inseln verlassen und sind in den Norden geflogen. Eigentlich wollten wir noch länger auf Koh Lanta bleiben, aber da sich meine kleine Knieschramme in eine böse Infektion verwandelt hat und Anika leichtes Fieber bekommen hatte, nachdem sie am Strand in etwas getreten und zudem erkältet ist, haben wir uns entschieden, die Inseln im Süden zu verlassen. Aber von vorne…
Nach unseren erfolgreichen Tauchtrips haben wir noch mit einem Speedboot Maya Bay (The Beach), Shark Point und die Viking Caves auf Koh Phi Phi besucht. Die Natur ist hier wirklich sehr schön. Wir sind dann mit dem Express-Boot von Koh Phi Phi nach Koh Lanta und haben einen kleinen Bungalow am Strand bezogen. Leider waren wir dann gesundheitlich etwas angeschlagen. Meine kleine Verletzung sah auch immer mehr nach einer Infektion aus und so entschlossen wir uns ins Koh Lanta Hospital zu gehen. Nachdem mir die nette Ärztin reichlich Haut von meiner Wunde gerissen hat und während der Untersuchungen mehr Gekkos als medizinisches Fachpersonal anwesend waren, entschieden wir uns früher nach Chiang Mai aufzubrechen, um uns in ein echtes Krankenhaus zu begeben. Anika hat die Jungelärztin empfohlen ihre kleine Wunde aufzuschneiden, dass wäre aber „very painful“. Sie hat sich dann lieber selbst operiert und nur die Anibiotika von der Ärztin genommen.
Einen vollen Tag haben wir dann trotzdem noch auf Koh Lanta verbracht (durchgehalten). Die Strände sind wirklich atemberaubend schön.
So sind wir heute in Chiang Mai angekommen und haben hier mehr Zeit als geplant. Beeindruckend war der Krankenhausbesuch heute. Wenigstens ist unser Gesundheitszustand wieder ganz gut (Knie ok und Fuß auch) und wir haben die nächsten Tage zum entspannen, Ausflüge zu machen und natürlich viele Krankenhäusern zur Auswahl – nur für den Fall…




Noch am Ankunftstag haben wir uns eine Tauchschule gesucht, damit ich meinen Open Water Diver machen kann und Daniel seinen Rescue Diver. (Tipp: Tauchschule Phi Phi Scuba Diving Center von John Heike (gelb) – tolle Mischung aus Professionalität und Spass) Damit waren wir die letzten 3 Tage beschäftigt, sind immer kurz nach 6 a.m. aufgestanden, haben
Theorie gelernt und unsere Tauchgänge gemacht. Was für ein Erlebnis!
Am ersten Tag habe ich erst Theorie machen müssen mit meinem Schweizer Tauchlehrer Georg und einem Australier, dann ging es mittags bereits an den Strand und ab ins und unters Wasser, wo wir ca. 2-3 Stunden lang all die Übungen machen mussten, wie das Ausblasen der Maske und des Regulators, Aus- und Anziehen des Bleigurtes und des Jackets an der Oberfläche und unter Wasser, etc. Ich habe an diesem ersten Tag im 1-3m tiefen Wasser schon unheimlich viel gelernt. Daniel machte parallel im Wasser seine Übungen mit der Rescue Diver Gruppe. An Tag 2 und 3 ging es dann um 7:15 a.m. aufs Tauchboot für jeweils 2 Tauchgänge. Alles lief reibungslos. Einige Pflichtübungen, die ich schon vom ersten Strandübungstag kannte, wiederholten wir jetzt in größerer Tiefe, aber zum Größten Teil erfreuten wir uns einfach an den Fischen. Unbeschreiblich tollen Fischen. Ich habe ganz viele (kleine) Schwarzspitzen Riffhaie gesehen und ca. 2m lange Leopardenhaie, die faul im Sand lagen, richtig große Schildkröten, die gefressen haben, Baracudas, Triggerfische (die hier aber die Flossen der Taucher in Ruhe lassen
, Löwenfische, Oktopusse, Skorpionfische, die schwarz-weiße Seeschlage, viele, viele mehr und kleine goldige „NEMOs“ in ihren Anemonen. Als ich gestern dann nach dem 4. Tauchgang meinen Kopf aus dem Wasser strecke, war ich zertifizierter Open Water Diver
.


Hier logge ich meine ersten beiden Tauchgänge.
Mit der Fähre sind wir am Montag von Phuket Town nach Koh Phi Phi gefahren und haben den schönen Karon Beach schon nach einer Nacht zurückgelassen. Unsere Entscheidung die Fahrt zum Pier (vom Karon Beach) und die Überfahrt bei einem Touranbieter zu buchen, war definitiv richtig, denn am Pier herrschte ein ziemliches Durcheinander.
Um den Ticketverkaufstisch war eine riesige Menschentraube versammelt, die Tickets für diverse Richtungen kaufen wollten. Wer sich dann noch rechtzeitig durch drängeln konnte, bekam einen Aufkleber auf die Brust,
an Hand dessen man aufs richtige Boot geroutet wurde (der Vorortkauf wäre sogar teurer gewesen, als das komplett Angebot mit dem Taxi Transfer zum Pier). Wir hatten besonderes Glück und durften unsere Reisentaschen über 2 Bootdecks aufs Dritte hieven. Das war ein Akt.
Die Überfahrt selbst dauerte nur 2 Stunden, die schnell vergingen. So waren wir kurz nach 10 a.m. auf Phi Phi angekommen (Tipp: Unbedingt was Warmes zum Anziehen mitnehmen. Unter Deck ist es recht frisch, Getränke gibt es an Bord kostenlos.)
Da es auf Phi Phi keine Autos/ Tuk Tuks/ Mopeds gibt, ging das Geschleppe noch etwas weiter. Immer am Strand entlang, gingen wir auf Hotelsuche, bis wir schließlich was Passendes gefunden hatten. Während sich links der Strandpromenade die Resorts wie am Schnürchen aufreihen, schaut man
rechts auf eine traumhafte grüne Felskulisse im Meer.