Archiv für das Tag 'Thailand'

Daniel

Phuket – Karon Beach

Phuket ist zwar nicht der schönste Ort in Thailand, aber wir haben uns bewusst für 2 volle Tage vor Ort entschieden. Es hat uns nochmal nach Karon Beach verschlagen. Die Fahr von Khao Lak mussten wir mit einem privaten Fahrer machen, was aber recht zügig und unkomplizert ging (Preis liegt zwischen 1600 – 1900 Baht und kann man in jedem Tourist Agency buchen). In Karon Beach waren wir schon mal zu Beginn unserer Reise und es hatte uns sehr gut gefallen. Das liegt aber maßgeblich am Hotel. Wir haben uns das Hilton Arcadia Resort für 3 Nächte gegönnt. Eine traumhafte Anlage mit mehreren Pool Bereichen (riesengroß mit Wasserfall usw.) und direktem Zugang zum schönen breiten Sandstrand. Karon Beach ist auch nicht mit Patong (ca. 15 min mit dem Taxi um die Ecke) zu vergleichen. Der Strand ist sehr schön und von unserem Resort ist man in nur wenigen Minuten im kleinen Ort oder im Nachbarort Kata Beach. Dort findet man alles, was das Touristenherz begehrt (Restaurants, Massage, Tailors, 7Eleven, Nippes und sogar GoGo-Bars) und da ein Großteil der Touristen hier aus Russland kommen, findet man Russische Schilder fast ebenso häufig vor wie Englische.

Wir hatten also nun 2 volle Tage mit Sonne satt und echtem Nichtstun (kein Tauchen, kein Ausflug, kein Tempel, NICHTS!) Morgen düsen wir nun für die letzten zwei Nächte nach Bangkok. Am Donnerstag geht es dann wieder zurück nach Deutschland (München).

Von Koh Samui sind wir am 26.12. nach Koh Tao gefahren – wieder einmal per Boot (550 Baht pro Person). Zwei Agenturen bieten High Speed Überfahrten an mit ähnlichen Abfahrtszeiten und Fahrtdauern. Auf der Hinfahrt haben wir uns für Seatran Discovery (www.seatrandiscovery.com) entschieden.

In 1,5h ist die Überfahrt schnell vollbracht, wenn das Schiff nicht trödelt und so wie bei uns eine Stunde länger braucht. Der Pier in Koh Tao (Big Buddha Beach) ist nicht so komfortabel wie in Koh Phi Phi, der Pier Bereich ist nicht befestigt. Wer Koffer oder Reisetaschen mit Rollen dabei hat, muss diese etwas mühseelig über den staubigen Schotter schleppen. Taxen/ Chicken Taxen stehen am Pier wie gewohnt in Hülle und Fülle. Hier muss man den Festpreis gut verhandeln. Wir wurden zum Glück vom Hotel Pick Up abgeholt und durften/ mussten zu acht auf der Ladefläche mitfahren, das Gepäck zwischen uns. So haben die meisten Hotels ihre Ankünftlinge abgeholt.

Unser Strand, Sairee, hat etwas an Koh Phi Phi erinnert. Zwischen Beach und Hotelanlagen schlängelt sich eine kleine schmale Strasse entlang, an der alles gibt, was der Reisende so braucht. Allerdings mit einem großen Unterschied. Hier dürfen Mopeds fahren und das ist recht lästig. Ständig muss man zur Seite springen und ein Auge nach hinten gerichtet haben.

Es scheint, als wenn in erster Linie jüngere Leute die Insel in ihren Besitz genommen haben. Sogar die Tauchschulen haben sich angepasst und fahren nicht wie oft üblich um 7:00 raus, sondern eher nachmittags. In den meisten Bars ist Party bis tief in die Nacht hinein angesagt und man kommt nicht umher, Vergleiche mit Mallorca zu ziehen. Auch sind die Thailänder hier nicht so uneingeschränkt freundlich wie wir es bisher gewohnt waren. Ob Restaurant, Supermarkt, Hotel oder Tauschschule – alles scheint auf Massenbetrieb gepoolt zu sein.

Wir waren daher bei Ankunft etwas verstimmt und haben sogar in Betracht gezogen, unsere 2 gebuchten Nächte in Ban’s Diving Resort nicht zu verlängern. Dabei hat die Insel auf unserer Seite (weiter sind wir nicht gekommen) auch sehr schöne Seiten. Der Strand ist weiß und weich wie Puderzucker, die Sonnenuntergänge waren sehr schön, die Luft brannte rot und mit etwas Geduld findet man auch ganz nette ruhigere Lokale am Strand mit Thai Bedienungen, die einen freundlich begrüßen und bedienen.

Da das Tauchen auf Koh Tao unschlagbar günstig ist und von den Tauchschulen oft auch die Zimmer für deren Taucher günstiger zu haben sind (die meisten Hotels sind Tauch Resorts), haben wir beschlossen, uns unter die Wasserobfläche zurückzuziehen. Wir haben also um zwei weitere Nächte verlängert, für die Zeit meiner Advanced Open Water Ausbildung 1000 Baht (2 Tage) Rabatt auf unser Zimmerpreis bekommen und sind den ganzen Tag getaucht. Ban’s Diving Resort (www.amazingkohtao.com) ist eine größere Tauchschule vor Ort und der AOW ist mit 8500 Baht ein echtes Schnäppchen. Allerdings muss man sich wirklich fragen, wie viel Qualität man für das Geld noch bekommen kann. Täglich werden weit über 10 Leute durch den Open Water und Advanced Open Water geschleust. Meine Theorie war auf ein absolutes Minimum begrenzt (90min Theorie insgesamt), die Klasse hatte 16 Schüler (auf Koh Phi Phi waren wir nur zu dritt), die alle noch recht jung schienen und bei Beginn 9:30 erst mal ihr Frühstück nachholten und gegen den Kater ankämpften. Ich war froh, dass nicht einer von ihnen mein Tauch Buddy später bei den Tauchgängen war, sondern Daniel. Für uns gab es dann im Wasser 3 Dive Instructors. Mein OW Ausweis wollte auch bis zu letzt niemand sehen. Das Equipment war stark strapaziert von 7-10 Tauchgängen am Tag (immer naß, keine Chance mal zu trocknen). Bei einem Tauchgang musste ich 4 Octopusse probieren, bis wir einen gefunden haben, der nicht gefekt war. Das hat mir schon etwas Spass genommen und erhöhte Anspannung bereitet. Daniel ist meine 5 Lehrtauchgänge als Fun Diver und als mein Buddy mitgekommen. Der Nachttauchgang war für uns beide neu und das phosphorisierende Plankton im Wasser, dass bei ausgeschalteten Lampen zwischen unseren Fingern leuchtete war faszinierend. Eine Herausfoderung war das Navigieren unter Wasser mit Kompass und Karte, die wir uns zu Beginn selbst nach Anweisung gezeichnet haben. Zu zweit haben wir aber mit einer Kombi aus Können und Glück die Navigationsübung gelöst und die zwei kleinen Nemos gefunden. Alles in allem, war die Stimmung auf dem Monster Tauchboot und im Wasser aber nicht so relaxt wie auf Koh Phi Phi und zumindest bei unseren 5 Tauchgängen hatten wir nicht die Artenvielfalt unter Wasser wie zuvor auf Koh Phi Phi.

Für unsere Rückreise nach Koh Samui haben wir diesmal ein Ticket für das Lomprayah High Speed Catamaran (www.lomprayah.com) in einer Ticket Agency gekauft. Am Pier herrschte jedoch so viel Andrang, dass wir schon befürchteten unseren Voucher nicht rechtzeitig in das Ticket eintauschen zu können. 9:30 waren wir aber dann doch rechtzeitig auf dem Boot (dieser Koh Samui Pier war auch komfortabler als bei der Ankunft). Das Gepäck wurde vorne auf dem Boot verstaut (im Seatran Boot konnte man das Gepäck mit in den Passagierbereich nehmen) und die Passagiere konnte im großen inneren Bereich sitzen und Transformers gucken, wir saßen oben auf dem Deck in der Sonne. Das war auch ganz gut so, denn das Catamaran hat viel mehr geschaukelt als das Speedboot bei der Hinfahrt. Beide Boote kamen verspätet an (30-60min). Die beiden Anbieter nehmen sich demnach nicht viel. Wärhend Seatrans sehr Flaghafennah anlegt auf Koh Samui, war das Pier diesmal ein ganz schönes Stück vom Flughafen entfernt (Maenam Beach). Wer eine Weiterreise plant, sollte das miteinkalkulieren. Ebenso, dass der Shuttel Bus, der zum Airport fährt, auch mal für einen Tankstopp anhalten könnte.

Der Flughafen auf Koh Samui ist sehr schön. Es gibt lauter offene, ruhige Wartehallen mit Ratan-Sofas und Sesseln. Man kann sich kostenlose Getränke und Snacks nehmen und auch WIFI nutzen. Nur die kleinen, buntes Bangkok Airways Flugzeug, die ab und zu starten, erinnern an einen Flughafen.

Anika

Chiang Mai (17.-27.11)

Anstatt der geplanten 6-7 Tage haben wir durch unsere krankheitsbedingte vorzeitige Abreise von Koh Lanta insgesamt 10 volle Tage in Chiang Mai, der 8 größten Stadt Thailands, verbracht bzw. fast schon verbracht. Anfangs erschien uns das als eine Ewigkeit für eine einzige Stadt, aber es hat sich herausgestellt, dass diese Stadt und seine Umgebung sehr viel zu bieten hat.

Wir waren auch überrascht wie ordentlich die Stadt ist, belebt, aber nicht zu touristisch.

Nach einem Stadtrundgang, der Besichtigung der Handwerkerdörfer (Schirme, Seide, Schnitzereien, Silber, etc.) und des Doi Inthanon Nationalparks mit dem höchsten Berg Thailands (von dem wir dank Nebel nicht – gar nicht! – haben gucken können) haben wir einen ganzen Tag in der Thai Farm Cooking School kochen gelernt.

Die Cooking Farm ist sehr idyllisch im Umland gelegen und war sehr gut ausgestattet. Daniel war in unserer 10er Gruppe der einzige Mann. Wahrscheinlich schicken die Männer ihre Frauen dort hin, um mal einen Tag Ruhe zu haben ….. Wir konnten aus mehreren Gerichten unser eigenes 5-Gänge Menü zusammenstellen, angefangen mit einer Curry Paste. Daniel war mutiger als ich und hat rotes gemacht, ich das harmlosere grüne. So gut hat uns das Thai-Essen noch nie geschmeckt, allerdings konnten wir am folgenden Tag kein Thai Food mehr sehen und haben uns eine Pizza einverleibt.

Ein besonderes Highlight für uns war auch das Elefanten Camp in Baan Chang. Hier haben wir einen vollen Tag mit und auf Elefanten verbracht. Uns war wichtig, dass die Elefanten nicht in Shows und Fussballspielen auftreten müssen und so sind wir dem Tipp einiger Mädels von unserem Thai Kochkurs gefolgt und haben das Camp ausprobiert. Im Camp angekommen, ist uns gleich ein 7 Monate alter Baby Elefant entgegen gerannt, der auf Bananen spekuliert hat. Der hat später auch die Jungel Tour begleitet (seine Mutter) und ganz schon rumgestänkert. Bevor wir mit den Elefanten jedoch in den Bambusjungel durften, haben wir sie zunächst ausführlich mit Bananen und Zuckerrohr bestochen (beim Erstkontakt hat mir der Elefant fast meine Hand mit seinem Rüssel zerquetscht) und dann trainiert, wie man den Elefanten zum Hinknien bewegt, drauf klettert und lenkt. Wir haben dazu einige Thai-Kommandos gelernt, vermuten aber doch, dass die Mahouts (die Elefantenführer) eeetwas mitgeholfen haben vom Boden aus.

Unser Elefant war ganz brav, aber unglaublich verfressen. Auf den meisten Jungelbildern hat er Bambus und halbe Bäume im Maul. Heute, ein Tag später, tut uns der Hintern ganz schön weh. Nach der Jungeltour haben wir noch zusammen mit den Elefanten im Camp-eigenen Schlammloch gebadet. Hinterher dachten wir nur ‘oh Gott, darin haben wir gebadet!?! Hoffentlich decken die Impfungen auch Schlammlochbaden mit ab’. So schnell wie der Elefant untergetaucht war, konnten wir gar nicht gucken. Danach haben auch wir nach Elefant gerochen.

Heute haben wir recht spontan den Chiang Mai Zoo besucht und waren ganz begeistert, wie nah man den Tieren meist kommen durfte. Die Giraffen haben wir mit Langbohnen gefüttert und den Nilpferden beim Füttern mit Rüben direkt ins Maul geschaut. Letzteres sah weniger schön aus.

Im Kino waren wir auch mal und haben dabei gelernt, dass man vor Filmbeginn aufsteht, um gemeinsam ein Lied für den König zu singen.

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